St. Romaus Hahausen
Im Pfarrverband St. Trinitatis Neiletal

Triftweg 8,
38729 Hahausen
Telefon: 05383 / 261



Der Neilebote
Mitteilungsblatt des ev.-luth.
Pfarrverbandes St. Trinitatis Neiletal
St. Georg zu Lutter am Bbge.,
St. Romanus Hahausen,
St. Johannes Nauen.

 

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser des Neileboten,

sind Sie gut in das neue Jahr gekommen?
Haben Sie sich etwas vorgenommen? Haben Sie bis jetzt durchgehalten?
Haben Sie etwas hinter sich gelassen oder sind Sie gerade dabei?
Manche nutzen den Jahreswechsel ja für eine  Bilanz – Was hat sich gelohnt? Was hat sich nicht gelohnt? Was hat mir genutzt, was hat mir geschadet? Welcher Mensch hat mir genutzt und welche Menschen haben mich stark beansprucht? Was tat mir gut und was war einfach nur lästig?
Aus welchen Tätigkeiten für andere Menschen ziehe ich Gewinn; welche Aktivitäten sind einfach nur noch ein Klotz am Bein mehr?
Ja, die Zeit zwischen den Jahren nutzen viele Menschen (und auch ich gehöre zu denen) f&uujml;r einen groben Plan, was denn im nächsten Jahr besser laufen könnte, sozusagen ein dilettantischer Business-Plan unter dem Kosten-Nutzen-Aspekt.
Als ich gerade so am Nachdenken über meine Pläne für 2018 war, fiel mir die Jahreslosung in die Finger.
Im Buch der Offenbarung steht, dass Gott sagt:

„Ich will dem Durstigen umsonst geben von der Quelle des lebendigen Wassers.“
Offenbarung 21,6.

Ganz umsonst. Kostenlos. Gratis. Geschenkt.

Einfach nur, weil Gott weiß, dass wir es brauchen und weil er es kann.
Das Opfer, das Gott uns durch seinen Tod und seine Auferstehung gemacht hat, ist so wertvoll, dass wir ziemlich alt aussähen, wenn wir ihm etwas dafür anböten.



Man stelle sich nur einmal vor, man böte ihm so etwas an wie: Dafür, dass ich gar keine Angst mehr vor dem Tod zu haben brauche, lästere ich nicht mehr über meinen Nachbarn! Oder: Als Gebühr für die Vergebung meiner Sünden spende ich nun für arme Menschen in Deutschland und anderen Teilen der Welt 5% meines Nettoeinkommens. Lebenslang und mit Brief und Siegel! Oder noch lächerlicher: Weil du dich in deiner Herrlichkeit offenbart hast, halte ich jetzt meinen Körper auch herrlich und nehme ganz viel ab und gewöhne mir das Rauchen/Süßigkeiten/unnötige Autofahrten ab.

Alles, was wir anbieten können, ist im Vergleich dazu nichts. Dann kann Gott es uns auch so geben.Kostenlos. Gratis. Geschenkt.

Was wir daraus machen können?
Ich habe mir vorgenommen, 2018 nicht unter dem
  Kosten-Nutzen-Aspekt zu planen.

Fröhlich. In den Tag hinein, mit Freude auf den neuen Tag. Optimistisch. Wohlwollend. Ganz ohne den Gedanken, was es mir nützt oder was der Mensch für mich tun kann. Nicht komplett unvernünftig. Menschliche Ressourcen sind im Gegensatz zu Gottes Quelle des leben-digen Wassers endlich. Unsere Kraft kann versiegen.

Sie versiegt aber nicht unbedingt langsamer, wenn wir sie immer wieder und wieder durchrechnen, bevor sie einsetzen.
Auf ein wohldosiert unvernünftiges 2018!

Gott segne Sie!
Ihre
Johanna Bernstengel