St. Romaus Hahausen
Im Pfarrverband St. Trinitatis Neiletal

Triftweg 8,
38729 Hahausen
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Der Neilebote
Mitteilungsblatt des ev.-luth.
Pfarrverbandes St. Trinitatis Neiletal
St. Georg zu Lutter am Bbge.,
St. Romanus Hahausen,
St. Johannes Nauen.

 

 

 

 

Wort der Diakonin Heidemarie Hein:
„Ich hoffe, dass die Menschen besser auf die Umwelt achten.

Ich hoffe, dass die
Nordsee geschont wird.

Ich hoffe, dass das
Waldsterben verhindert wird.

Ich hoffe, dass die Menschen nicht den schönen feuchten Regenwald zerstören.

Ich hoffe, dass alle mithelfen, das Ozonloch nicht zu vergrößern.

Ich hoffe, dass nicht mehr so viele Tiere qualvoll getötet werden, nur weil wir Menschen ihr Fell haben wollen.“
Aus: Du hörst mir zu, lieber Gott, Bernhard Verlag 1989


Liebe Leserinnen und Leser!
Vor 30 Jahren, 1989, bat Bischof Josef Homeyer aus Hildesheim die Kinder aus seinem Bistum, Gebete aufzuschreiben, mit denen sie zu Gott sprechen. Dabei entstand dieses Gebet von Silke, Lien und Judith aus Luthe bei Wunstorf.

Die Kinder, die dieses Gebet formuliert haben, sind heute ca. 40 Jahre alt und haben wahrscheinlich selber Kinder. Was erzählen sie ihnen heute über Gott und die Welt? Wie gehen sie nach all den Jahren mit unserem zu hohen Energieaufwand um? Damals waren ihre Themen das Ozonloch, die verdreckte Nordsee, die Abholzung des Regenwaldes und das Waldsterben: „Erst stirbt der Wald, dann der Mensch“.

Inzwischen gibt es kaum noch Atomkraftwerke mehr in Deutschland. Unsere Energie kommt zu hohen Anteilen aus Sonnen- und Windkraft. Das Ozonloch ist kleiner geworden. Die Flüsse deutlich sauberer. Die Heizungen in unseren Häusern sind effizienter. Aber nun ist das viele Plastik in den Meeren zum Thema geworden. Der Regenwald wird weiterhin gerodet für Industrie und Straßen. In vielen Ländern dieser Erde ist Schutz der Umwelt zu teuer, zu aufwendig, zu wenig im
Bewusstsein der Menschen.
Schon vor 30 Jahren war uns klar, dass wir auf Kosten von Schwellen- und Entwicklungsländern leben. Trotzdem wurden Reisen immer preiswerter. Heute leisten sich Abiturienten ihre Abschlussfahrten in die Sonne. Danach werden Rucksack-Weltreisen unternommen. Alles ist möglich. Wer will darauf verzichten, wenn das Geld doch da ist? Die Prognosen für die Zukunft unserer Erde sind in den letzten Jahren allerdings immer dramatischer geworden.

In Europa gehen die Schülerinnen und Schüler auf die Straße und stellen Politiker zur Rede: „Warum tut ihr so wenig? Warum sollen wir noch lernen, wenn die Welt bald kaputt ist?“

Sie fordern langfristig: Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels. Kohleausstieg bis 2030,

100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035, eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen, das Ende der Subventionen für fossile Energieträger.

Wie geht es uns mit diesen Entwicklungen? Wir haben erlebt, dass man sehr wohl die Zukunft gestalten kann. Veränderungen sind möglich, wenn wir bereit sind hinzuschauen. Die fridays for future-Bewegung spricht aus, was wir alle wissen: Wir leben auf zu großem Fuß. Es sind wir, die in den Industrieländern leben, die handeln müssen. Auch als Einzelne sind wir in der Lage, unseren Beitrag dafür zu leisten: Ich schaue in letzter Zeit wieder mehr auf die Produkte in meinem Einkaufswagen: Wieviele Flugstunden waren nötig, um dies hierher zu transportieren? Bei unserem reichen Angebot an Obst und Gemüse muss es nicht die Kiwi aus Neuseeland sein, auch wenn sie ein paar Cent günstiger ist, als die aus Europa. Vielleicht entscheide ich mich einfach für die Äpfel aus dem Alten Land. Die sind wegen der Lagerung unter Sauerstoffentzug auch im Mai noch knackig.

Ach Gott, wie gut geht es uns!

„Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum und lass mich Wurzeln treiben. Verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben.“

Ich wünsche Ihnen eine schöne Frühsommerzeit mit vielen Gelegenheiten die Natur zu genießen.

Ihre Heidi Hein, Diakonin