Ev.-luth. Kirchengemeinde
Hahausen-Nauen im Neiletal

Kirchenbüro Teichdam 7,
38729 Langelsheim / OT Lutter am Bbge.
Tel.: 05383-326 / Fax: 05383-907381


St. Romanus Gemeindehaus
Triftweg 8a, 38229 Hahausen
Telefon: 05383 / 326

Der Neilebote
Mitteilungsblatt
der ev.-luth. Kirchengemeinden
St. Georg zu Lutter am Barenberge
und Hahausen - Nauen im Neiletal

 

Neilebote  Februar / März

Liebe Leserin, lieber Leser,
Wenn Menschen sich lieben und gemeinsam durchs Leben gehen wollen, stellen sich bald Fragen wie diese:
Wie soll unser gemeinsames Leben aussehen? Welche Richtung wollen wir einschlagen? Wo soll es für uns zusammen hingehen?

Im alttestamentlichen Buch Rut findet sich eine Bibelstelle, die sich Ehepaare gerne zur Trauung aussuchen. Im ersten Kapitel lesen wir: „Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, dort bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein.“

Natürlich ist der Kontext der Bibelstelle zu beachten: Rut spricht diese Worte nicht zu ihrem geliebten Ehemann, sondern zu ihrer Schwiegermutter und zu ihrer Schwägerin. Und es geht vordergründig gar nicht um Liebe, sondern um Gottvertrauen, um Treue und Zuverlässigkeit in einer freundschaftlichen Beziehung.

Und doch sind diese Worte Ruts auch für die partnerschaftliche Liebe bezeichnend: Denn wo Menschen miteinander einen Lebensweg wagen, wo Menschen miteinander das Leben teilen, dort ist die Liebe gegenwärtig.

Eine Liebe, die verbindet und zusammenschweißt, eine Liebe, die das Leben hindurch tragen und bis zum Ende standhaft sein soll. Eine Liebe, die allen Anfechtungen standhält und die im Erleben des gemeinsamen Alltags nicht kleiner wird, sondern wächst und gedeiht. In den Worten Ruts klingt diese Liebe durch. Denn Liebe ist letztendlich nie etwas anderes als die Zusage an einen Menschen: Ich will bei dir bleiben, ich will meinen Lebensweg bis zum Ende mit dir teilen.


Jedes Jahr am 14. Februar feiern wir die Liebe: Es ist der Tag des heiligen Valentin von Terni, der Valentinstag. Er erinnert Jahr um Jahr an die Liebe. Und er lädt dazu ein, die Liebe im eigenen Leben zu würdigen: nicht nur die partnerschaftliche Liebe, sondern auch die vielen Beziehungen, die man zu Freunden oder Bekannten pflegt.

Der Valentinstag erinnert aber auch an die Menschen, die sich nach Liebe sehnen und deren Liebeswunsch bisher unerfüllt geblieben ist. Und er lässt hoffentlich viele daran denken, dass es gerade in der heutigen Gesellschaft immer mehr Liebe braucht, eine neue Solidarität, die die Würde jedes einzelnen Mitmenschen anerkennt und fördert. So geht der Valentinstag nicht nur die Liebespaare an, sondern letztlich jede und jeden Einzelnen in der Gesellschaft.

Pfarrer Sebastian Schmidt

Neilebote  April / Mai

Liebe Leserin, lieber Leser,

am ersten Tag der  Woche, sehr früh am Morgen, als die Sonne aufging, kamen sie zum Grab.“ So berichtet das Markusevangelium vom Ostermorgen. Drei Frauen    machen sich im Morgengrauen auf den Weg. Sie haben miterlebt, wie Jesus am Kreuz starb und auch seine Bestattung beobachtet. Nun wollen sie seinen Leichnam salben – die letzte Ehre für ihren Lehrer und Meister.

Ihr Weg zum Grab ist mutig. Sie stellen sich der schweren Aufgabe, den von Gewalt gezeichneten Körper zu versorgen. Gleichzeitig riskieren sie, als Anhängerinnen Jesu erkannt zu werden. Trotzdem gehen sie los – mit Trauer, Angst und zugleich mit Liebe und Entschlossenheit.

Unterwegs fällt ihnen ein, dass sie ein wichtiges Detail in der Aufregung der letzten Tage vergessen haben: Der Eingang des Grabes war mit einem großen Stein verschlossen. Doch als sie ankommen, ist das Grab offen. Jesus ist nicht mehr dort. Stattdessen hören sie die Botschaft: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“

Die Auferstehung wird am Ende des Markusevangeliums als ein Ereignis geschildert, das Menschen zutiefst erschüttert. Die Frauen brauchen Zeit, um zu begreifen, was geschehen war. Auch heute kann die Osterbotschaft uns überraschen und aufrütteln. Sie lädt uns ein, aus der Hoffnung der Auferstehung zu leben – und daraus neuen Mut für unser Leben zu schöpfen.

In den Kirchengemeinden des Neiletals erwarten Sie ganz unterschiedliche Veranstaltungen am Ende der Karwoche, um diese Verwandlung von Abschied und Trauer hin zu Neuanfang und Freude mitzuerleben.

 Am Gründonnerstag findet in der Kirche St. Georg ein Tischabendmahl zum Lieddichter Paul Gerhardt statt. Es freut mich, dass Familie Heinke uns mit Musik und Texten durch den Gottesdienst führen wird.

Am Karfreitag steht neben klassischen Gottesdiensten in Nauen und Neuwallmoden auch eine Andacht vor dem Fischessen im DGH       Hahausen auf dem Programm.

Den Ostersonntag beginnen wir mit einem Gottesdienst in Lutter unter Beteiligung des Gospelchores. Daran schließen festliche Gottesdienste in Nauen und Neuwallmoden an.

Den Abschluss der Osterveranstaltungen bildet ein Gottesdienst am Ostermontag an der Harzklubhütte Hahausen.

Pfarrer Sebastian Schmidt