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Die Biogas Neiletal GmbH & Co. KG hatte zum „Tag der offenen Tür" eingeladen.
Einige hundert Besucher gaben sich ein Stelldichein.
Nach dem von Pastor Mirko Gremse gehaltenen „Scheunen-Gottesdienst" erfolgte die offizielle Begrüßung und anschließend
konnten sich die Gäste im Rahmen der angebotenen Führungen über die Funktionsweise der Biogasanlage informieren. Unterstützt
wurde die Veranstaltung durch Vorführungen der „Schlepperfreunde Hahausen". Sie zeichneten auch für das leibliche Wohl und auch
für ein Kinderprogramm verantwortlich. Der Geschäftsführer (Carsten Ilsemann) der „Biogas Neiletal" konnte nach der Andacht
neben der Stellvertretenden Samtgemeinde-Bürgermeisterin Erika Marten auch die Landtagsabgeordnete Petra Emmerich-Kopatsch sowie den Hahäuser Orts-Bürgermeister Henri Hoffmeister - um nur einige der Honoratioren zu nennen, willkommen heißen.

Die Anlage trägt den Namen „Biogas Neiletal", betonte Ilsemann in seiner Ansprache, weil sie das Werk von 17 verantwortungsbewussten
Landwirten aus dem Lutterbecken ist, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam ökologisch sauberen Strom aus der Region für die
Region zu erzeugen. Die Anlage produziert mittels der Vergärung von Maissilage jährlich rund vier Millionen kW Strom und deckt damit den
durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 1.300 Haushalten ab. Im Zeitalter der CO2-Vermeidung entspricht dieses rund 3.000 Tonnen CO2, die durch
die gleiche Menge konventionell erzeugten Stroms angefallen wären. Bei der Anlage handelt es sich um eine „NaWaRo"
(Nachwachsende Rohstoffe) -Betrieb. Es werden die hier im Lutterbecken angebaute Feldfrüchte in der Anlage zu Methangas vergoren und danach
als wertvoller Wirtschaftdünger wieder auf die Felder ausgebracht. Mit der ebenfalls anfallenden Wärme werden im Sommer Getreide und
in der übrigen Zeit Scheitholz und Holzhackschnitzel getrocknet. Die Geschichte der Anlage hat im Winter 2005 mit zahlreichen
Informationsveranstaltungen des Landvolk Bezirksverbandes Braunschweig - auch in der Samtgemeinde Lutter über den Betrieb von Biogasanlagen
begonnen. Nach zahlreichen Gesprächen ist am 28. Februar 2006 der Entschluss gefasst worden, im Lutterbecken eine Biogasanlage zu bauen.

Als erster Standort war eine Fläche neben der Kläranlage in Lutter ins Auge gefasst worden. Nachdem das Areal mangels eines geeigneten
Netzanschlusses aufgegeben werden musste, wart guter Rat teuer gewesen.
Zudem waren bereits Planungskosten im erheblichen Maße aufgewandt worden. Nun hat es gegolten, einen neuen Standort zu finden, und in
Hahausen ist man schließlich fündig geworden.

Wie bereits in Lutter ist das Vorhaben auch vom Rat der Gemeinde Hahausen wohlwollend
und zügig unterstützt worden. Das Plenum hat die erforderlichen Entscheidungen in Sachen Flächen und
Bebauungsplanänderungen im Schulterschluss getroffen.

Am 5. April 2007 ist der Bauantrag gestellt
und am 18. April 2007 die Anlage, die mit 1,8 Millionen Euro zu Buche schlägt, gekauft worden.

Wenn auch diese Daten als Startschuss für
den Bau der Anlage angesehen werden können, der Punkt des „no return" ist Anfang April gesetzt worden. Wie Carsten Ilsemann weiter
ausführte, haben die Betreiber der Anlage 160 ha Mais bestellt und im Herbst abgenommen. Zum Maisanbau im Lutterbecken merkte Ilsemann an,
dass die an der Anlage beteiligten Gesellschafter zusammen eine Fläche von annähernd 2000 ha bewirtschaften. Die für den Betrieb
der Anlage benötigte Fläche macht weniger als zehn Prozent aus. Befürchtungen, denen zufolge Mais die beherrschende Frucht
sein wird, sind damit vollkommen unbegründet.

Mitte Mai 2007 hat es einen unerwarteten Tiefpunkt gegeben. Die Betreiber erhielten die Mitteilung, dass die Anlage im Hochwasserschutzgebiet liegt.
Niemand hat es vorhergesehen oder geschweige denn geahnt. Die Fläche war noch nie durch Hochwasser betroffen gewesen. Die
Neiletal GmbH & Go. KG hat ein wasserwirtschaftliches Ingenierbüro beauftragt und es konnte innerhalb von drei Wochen nachgewiesen werden,
dass keine Hochwassergefährdung vorliegt.

Nach den Grußworten der stellvertretenden Samtgemeindebürgermeisterin Erika Marten und des Ortsbürgermeister Henri Hoffmeister,
der den Betreibern ein glückliches Hündchen wünscht und Bernd Taufall die „Hahäuser Kachel" überreichte, standen
Führungen auf dem Gelände der "Biogasanlage Neiletal" im Mittelpunkt des Interesses.
Auch das Rahmenprogramm für Jung und Alt erfreute sich eines überaus guten Zuspruchs.
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